Solo-Canadier Flying Dutchman

Solo-Canadier Flying Dutchman: Als ich mich über Winter daranmachte, meinen Balou zu bauen, wollte Tine nicht untätig herumsitzen. Also sucht sie sich ein neues Projekt und begann, einen Skin-on-Frame-Canadier zu bauen.

Diese Technik ist der Bauweise der Inuit entliehen, die früher ihre Kajaks aus einem Gestell aus Treibholz bauten (Frame), über das dann Robbenfelle als Außenhaut gezogen und vernäht wurde (Skin). Tine wollte auf diese Weise einen Solocanadier bauen. Einen Plan hatte sie diesmal nicht, sie baute das Boot nach Gefühl. Eine Besonderheit bei ihrem Ansatz waren die Spanten des Bootes. Diese waren aus Weidenzweigen gebogen, die wir vorab bei Paddelfreunden im Garten ernten durften. Der Rahmen bestand ansonsten aus Baumarktleisten und war komplett geknotet. Der Skin bestand aus ballistischem Nylon mit einer Beschichtung aus PU-Lack. Am Ende wog das Boot bei einer Länge von 470 cm ca. 14 kg und kostete etwa 380€. Eine fragile, aber trotzdem robuste Schönheit. Leider war der Entwurf nicht perfekt.

Flying Dutchman

Das Boot hat einen sehr ausgeprägten V-Spant, was es sehr kippelig zu paddeln macht, definitiv nix für Anfänger. Mit dem Namen sind wir wieder bei „Fluch der Karibik“ zurück, Namensgeber wurde das Schiff des Captain Davy Jones . Heike hatte sich ein wunderbares Gedicht zur Taufe überlegt, wir waren alle begeistert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.